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Freitag, 29. Mai 2009

Ordentliche Hauptversammlung der Winkler+Dünnebier AG

Der Vorstand der Winkler+Dünnebier AG (W+D) legte heute den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung den festgestellten Jahres- und Konzernabschluss sowie die Zahlen der ersten vier Monate vor. Das vergangene Geschäftsjahr schloss der Konzern mit 108,0 Millionen Euro Umsatz und einem EBIT in Höhe von 3,5 Millionen Euro ab. In den ersten vier Monaten des Jahres 2009 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 27,0 Millionen Euro und lag damit etwa auf Vorjahresniveau. Der schwache Auftragseingang belastete durch Unterauslastung der Kapazitäten das Betriebsergebnis, das mit 4,3 Millionen Euro ins Negative rutschte.     

Im Rahmen der Hauptversammlung unterstrich Vorstandsvorsitzender Jochen Engelke, der seit dem 1. März das Unternehmen leitet, dass er von der W+D-Technologie überzeugt sei: „In dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gilt es, sich auf die vorhandenen Kernkompetenzen zu fokussieren und Möglichkeiten zu nutzen, die bewährten Technologien in artverwandten Anwendungen einzusetzen. W+D hat sehr gute Erfahrungen im Wertpapier-Bereich gesammelt. Dies ist das perfekte Beispiel für einen erfolgreichen Transfer unserer innovativen Lösungen in andere Marktanwendungen.“ Aber auch im Kerngeschäft sieht Engelke Chancen. Der Briefumschlag hat Zukunft und ist ein integraler Bestandteil der W+D-Strategie. Zunächst konzentriert sich das Unternehmen allerdings auf die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen. W+D hatte bereits im letzten Quartal 2008 mit Rückgängen im Auftragseingang zu kämpfen. Dem soll mit einer Sales-und-Service-Offensive entgegengewirkt werden. Dabei lenkt W+D seine Aktivitäten besonders auf den Service. „Wir haben mit unserem ‘Technical Improvement Program‘ (T.I.P.) innovative Upgrade-Produkte geschaffen, die unmittelbar die Produktivität beim Kunden verbessern“, erklärte Engelke.

Als weiteren Schwerpunkt hob er den Umbau der Organisation und der Abläufe hervor. W+D sei in seinen Prozessen noch sehr stark an Kleinserien orientiert. Ein individueller Maschinenbau, wie W+D ihn heute betreibe, verlange aber eine klare Prozessausrichtung und Projektorganisation.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu der strategisch notwendigen Diversifizierung sei für W+D der Kauf des Automatisierungssystem-Spezialisten Langhammer gewesen, der auch Geschäftsfelder in den Industrien Nahrung, Getränke und Tissue bedient. „Zusammen mit unseren eigenen Automatisierungslösungen verfügen wir nun über die Technik für fast alle Anwendungen, mit der wir uns gute Wachstumspotenziale erschließen können.“

Weniger erfreulich waren die Zahlen der ersten vier Monate des Jahres 2009: Finanzvorstand Dr. Manfred Kühn führte aus, dass mit dem eingebrochenen Auftragseingang die Grenzen der Flexibilität erreicht seien und eine Anpassung der Kostenstrukturen dringend  erforderlich sei. W+D hatte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einen Rückgang im Auftragseingang von 16,9 Prozent zu verzeichnen. Auch für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres rechnet der Vorstand nicht mit einer wesentlichen Veränderung der wirtschaftlichen Situation. Daher erwartet der Vorstand einen Verlust, der allerdings wegen bestehender Prognoseunsicherheiten noch nicht abschließend quantifiziert werden kann.

Hier finden Sie die wesentliche Kennzahlen der W+D-Gruppe im Vergleich.

 

Download des Winkler+Dünnebier Geschäftsbericht 2008 (PDF).